Umbau Hallenbad Leimbach
Objekt: Planerwahlverfahren auf EinladungStandort: Zürich-Leimbach
Bauherrschaft: Stadt Zürich
Realisation: 2013
Mitarbeit: Lukas Felder, Ales Hanak
Neue Räume für Sport und Erholung
Ausgangslage
Leimbach das Stadtquartier eingebettet zwischen dem Flusslauf der Sihl und den waldigen Flanken des Uetlibergs erlebt mit seiner attraktiven Nähe zur Natur eine Wiederentdeckung und Bestätigung als eigenständiges Wohnquartier.
Projektziele
Das Hallenbad Leimbach als Teil der Zentrumsbebauung wird im Zuge einer umfassenden Instandsetzung aufgewertet. Insbesondere soll das Gebäude technisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht und durch eine Klärung und Ergänzung der vorhandenen Räumlichkeiten soll das Sport- und Wellnessangebot optimiert werden. Generell hat das Projekt eine Stärkung des Hallenbades als identitätsstiftender öffentlicher Bau für das Stadtquartier zum Ziel.
Neue Räume für Sport und Spiel, für Erholung und Wohlbefinden, im Herzen von Leimbach, am Fusse der Fallätsche
Das heutige Gebäude versteckt gegen Aussen seine öffentliche Funktion und behindert in seinem Innern den Austausch der verschiedenen funktionalen Bereiche. Das Projekt schlägt gezielte strukturelle wie räumliche Eingriffe vor, welche dem Gebäude einen prägnanten Auftritt und innenräumliche Grosszügigkeit verleihen. Präzise Aus- und Einblicke, offene Verbindungswege in der Horizontalen - zwischen Eingang, Garderobe, Bad und Saunalandschaft -, und eine prominente Verbindung der Geschosse in der Vertikalen - durch Oblichter und Treppenräume.
Ausbau der Saunalandschaft
Sauna ist ein Ritual der Gegensätze, ein Wechselspiel von Heiss und Kalt - Trocken und Feucht - Innen und Aussen. Die neue Saunalandschaft lebt vom Einbezug der Natur, mit Ausblick zur Fallätsche und Austritt auf die Dachterrasse. Die Sauna ist hell, erfrischend und prickelnd, das Paar von Treppe und Oblicht bildet das Herz der Anlage. Der Innenbereich umfasst zwei Trocken- und eine Dampfsauna, ein Tauchbecken, Duschen und Fussbäder sowie einen grossen Ruheraum mit Schlafkoje. Die räumliche ‘Wasserwand’ mit Becken, Schwall- und Regenduschen, sowie beidseitigem Trinkbrunnen, trennt und verbindet die beiden Bereiche.
Dachgarten
Die Terrasse ist als grüner Dachgarten ausgebildet. Eine hölzerne Einfriedung bietet Schutz und zeigt ihr Gesicht gegen Aussen. Das grosszügige Liegedeck mit Überdachung, Sichtschutzelementen und Aussichtsfenstern verbindet die Bereiche von Sauna- und Badelandschaft. Der Aussenraum der Dachterrasse ergänzt das Innenangebot der Sauna mit Kneippweg und Tauchbecken, Duschen und Fussbädern, sowie einer optionalen Aussensauna. Ein Familienbereich mit Grillplatz und Spielgeräten und ein weiteres Wasserbecken stehen allen Besuchern zur Verfügung.
Eingriffe / Material
Die weitmaschige Tragstruktur des Garderoben- / Saunatraktes (Stützenraster nimmt Bezug auf die Parkgarage) erlaubt eine Umorganisation der Räume ohne strukturelle Anpassungen. Die als Oblicht ausgebildete neue Treppe aufs Dach (Fluchtweg) befreit durch ihre Anordnung im Herzen der Saunalandschaft die Nordfassade, wo der Ruheraum mit grösserer Fensterfront vom Ausblick in die Natur profitiert. Die neue ‘Wasserwand‘ wird zum prägenden Raumkörper. Das Materialpaar von Massivholz und Kacheln unterstreicht in unterschiedlicher Anwendung das bipolare Erlebnis.



